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Facebookkiller? Wo denn??

07.01.16, 19:44
gesendet von admin
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Aus dem nichts tauchen sie auf, die vermeintlichen Facebookkiller. Jeder spricht drüber, aber kaum einer meldet sich bei solchen Diensten an. Wenn sie dann nicht verschwinden, vegetieren sie so vor sich hin.



Pheed sollte sowas werden. Die Nutzerzahlen waren top. Es tauchten die ersten Fehler auf, und keiner war da, und hat diese beseitigt. Die Kommentare, z.B. im Appstore sagen alles. Man kann nix mehr posten, oder sich nicht mehr registrieren. Ein Facebookkiller, der sich selbst killte. Für FB-Nutzer war das Login noch möglich. Toll, vorallem für Leute, die nicht bei FB sind. So treibt man auch Leute dahin, wo sie eigentlich nicht hinwollen.



Sociax, kaum 6 Monate ist es her. Zeitungen berichteten darüber, Aussenwerbung haben sie gemacht, das Ergebnis war aber eher ernüchternd. Die Probleme, die es auf der Seite gab, oder auch in der App, wurden nicht ausgebessert. Sehr zum Leidwesen derer, die dort waren und auf neue Mitglieder hofften.



Ello, der Facebookkiller schlechthin? Eher nicht. Dabei sollte es kein Problem sein, dieses Soziale Netzwerk für jeden zugänglich zu machen, ganz ohne Einladung. Was soll der Quatsch überhaupt? Da steht sich das Konzept irgendwie selbst im Weg.



Tsu, Naja, eher ein soziales Spamnetzwerk. Auch dort geht ohne Einladung fast nix. Die Nutzer buhlen um andere Nutzer, um mehr Geld zu verdienen. Alles schön und gut, allerdings geht bei diesem Netzwerk der Content eher unter, oder es wird viel unnützes generiert. Warum auch nicht, bringt ja Geld.



StudiVZ, aus den Augen, aus dem Sinn. Ein Neustart ist geplant, ob das was wird, wird man sehen. Totgesagte leben zwar länger, aber vielleicht hätte man hier etwas früher über ein Comeback nachdenken sollen. Wenn man das als Comeback bezeichnen kann.



Facebook schafft sich seine eigene Konkurrenz, ob Social Network oder Messaging. Macht ja auch Sinn, die sind einfacher zu kontrollieren. Aber das Problem für Facebookkiller ist nicht mal Facebook selbst, sondern die Nutzer.



Biste nicht drin, biste nicht in!? Ok, ich nutze Whatsapp, das wars aber auch schon. Mehr hab ich nicht mit FB zu tun, und will es auch nicht. Und den hab ich nur aus einem ziemlich derben Grund. Vor ungefähr 3 Jahren wurden Anrufe immer seltener, aber auch simsen kamen nicht mehr. Selbst auf gesendete Simsen kamen immer weniger Antworten. Ich musste mir dann sagen lassen, ich solle mir Whatsapp holen, dann wird das wieder was. Ja, hat gestimmt. Fand ich aber irgendwie traurig. Seit ewigkeiten geht man mir auf den Keks, ich solle mich bei FB anmelden, dann bekomm ich auch mit, was so (in meinem eigenen Freundeskreis) abgeht. Das war mir dann aber doch zu doof, deswegen bin ich dort nicht. Ich habe auch Freunde, die nicht beim blauen Riesen sind. Die sind irgendwie kommunikativer, und keiner geht mir mit irgendwelchen Posts auf den Geist. Und ganz ehrlich, wenn man Freundschaften in Abhängigkeit vom benutzten Messenger oder sozialen Netzwerk macht, bitte, aber dann ohne mich!



Wenn ich sage, meld dich doch in meiner Comm an, dann macht das auch fast keiner. Kommentare wie, das kennt doch keiner (stimmt, geb ich zu), oder dafür ist keine Zeit bis zu Ich hab bei FB so viele Freunde. Na gut, dann lass es eben. Das genau dort die potentiellen Mitglieder sind, interessiert einen FB-Nutzer der sich hier anmeldet und eventuell Werbung macht nicht. Warum sollte er auch, FB ist ja so viel schöner, besser, grösser. Bis zum nächsten FB-Down. Diese gejammer und gemecker ist furchtbar. Und mir ist ein FB-Down egal,wäre aber der Zeitpunkt, sich hier anzumelden. Man hätte Zeit, und Freunde hat man ja dann auch erstmal nicht. Aber nein, man nutzt die Zeit um dauernd nachzuschauen, ob FB wieder geht, oder verstopft andere Netzwerke damit. Natürlich, alles und jeder berichtet darüber, und jeder macht mit. Was soll das??



Das nächste Problem sind die Medien. Während dauernd über FB geschrieben, geredet, berichtet wird, bleiben andere aussen vor. Und wenns dann doch mal was zu berichten gibt, haben diese sozialen Netzwerke keine Namen, sie heissen eben soziale Netzwerke. Woher soll den ein Nutzer wissen, was es alles gibt, wenn keiner darüber redet. Wenn nicht genug Geld zur verfügung steht, ist es auch nicht einfach, Werbung zu machen. Die Zugpferde die man bräuchte, die sind schon bei Twitter, FB und Co.



Der Stellenwert anderer Netzwerke ist zu gering, um namentlich genannt zu werden. Und wohl kaum eine Firma, Verlag, oder sonst irgendeine Grösse wird sich zu einem kleinen Netzwerk verlaufen. Das FB-Nutzer alles mit sich machen lassen, ist ja nun mal kein Geheimnis. Selbst wenn andere mit Privatsphärenschutz oder besserem Datenschutz werben, interessiert das kaum einen. Deutsche Seiten haben es ohnehin nicht gerade einfach. Jappy zB ,kein wirkliches soziales Netzwerk, verzeichnet tagtäglich zwar bis zu 2000 neue Nutzer, aber gleichzeitig 3000 abmeldungen. Einst bis 1,5 Millionen, sind es jetzt "nur" noch 570000, Tendenz stark fallend. 



Xing ist zwar besser gestellt mit seinen ca 15 Millionen Nutzern, ist aber für rein private Nutzer wohl eher ungeeignet.



Ich könnte das jetzt noch ausweiten, aber irgendwie ist mir gerade nicht danach.



 

Stichworte: facebookkiller(1)

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